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Stand: 04/2026

 

»Die Arena« von Stephen King

21.5.23

Urplötzlich stülpt sich eines Tages wie eine unsichtbare Kuppe
l ein undurchdringliches Kraftfeld über Chester’s Mill. Die Einwohner der neuenglischen Kleinstadt sind komplett von ihrer Umwelt abgeschnitten. Und auf einmal gilt kein herkömmliches Gesetz mehr ...

Mit seinen 1.280 Seiten ist Die Arena von Stephen King nicht gerade eine Wochenendlektüre. Doch nachdem ich mit Friedhof der Kuscheltiere fertig war, hatte ich noch einmal Lust auf einen Stephen King bekommen und dachte mir, warum es nicht einfach mit Die Arena versuchen? Ich hatte auch ein wenig Angst, dass das Buch sich wie Der Anschlag  an manchen Stellen ziemlich ziehen würde, was es hie und da auch tat, aber nicht so extrem wie bei Der Anschlag

Stephen King schaffte es, mich die ersten fünfhundert Seiten in seinen Bann zu ziehen, doch fand ich, dass dann die Luft ein wenig raus war. Die Charaktere fand ich ganz interessant gestaltet und man merkte gleich, dass Barbie (Dale Barbara), Rennie, und Junior sowie Julia Shumway die tragenden Charaktere der Geschichte sind. Doch nach den ersten fünfhundert Seiten hatte ich das Gefühl gehabt, in der Geschichte nicht mehr weiter voranzukommen. Wie ich schon erwähnte, ist Die Arena  kein Buch für Zwischendurch. Für diesen wahrlichen Wälzer sollte man sich Zeit nehmen, denn Stephen King hat hier einen komplexen Schmöker aus den Ärmeln geschüttelt, der zwar seine Längen hat, aber durch seine Charaktere, die man liebt oder hasst und die durch ihre eigenen ganz persönlichen Geschichten und ihren Beziehungen mich in ihren Bann ziehen und bei Laune halten konnten.

Nachdem die Länge in der Mitte vorüber war, fing die Geschichte wieder an, an Schwung zu bekommen, und richtig  interessant zu werden. Denn es sollen die Lebensmittel gestrichen werden, was die Bewohner von Chester’s Mill gar nicht gefällt. Dieser Aufruhr endet blutig - sehr blutig und  gewaltsam. Ab hier wird die Anarchie die sich inzwischen entwickelte  deutlich spürbar, und  es gibt  zwei Lager: Die, die  auf Rennies Seite stehen und die, die nicht auf seiner Seite stehen. Wie schon erwähnt, das Buch ist  ziemlich komplex und detailreich, doch was wäre ein Stephen King Buch, ohne die plötzlichen  unvorhersehbaren Momenten, in dem ein Charakter auf grauenvoller Weise stirbt, oder ein anderer Charakter plötzlich alle Leitungen durchbrennen, die tiefen psychologischen Abgründe? Richtig: es wäre dann kein Stephen King Buch mehr.

Auch in Die Arena finden sich solche Momente, die mich immer wieder faszinierten und mich schließlich auch weiterlesen  lassen. Als sich die Geschehnissen immer mehr zuspitzten, konnte  ich das Buch nicht  mehr aus  der Hand legen, denn jetzt war es so weit, und die Auflösung  würde nicht  lange auf sich warten lassen. Und es dauerte auch nicht mehr lange. Auch wenn ich erst dachte, dass die Kuppel ein fehlgeschlagenes Experiment des Staates sein würde, war ich von der endgültigen Lösung überrascht. Nichtsdestotrotz, wie in allen Büchern von Stephen King, kam die Auflösung zu kurz zum Zug und da hatte ich mir ein wenig mehr von erhofft. 

Trotz seiner Längen im Mittelteil, ist Die Arena, ein lesenswertes Buch von Stephen King, für das man sich aber Zeit nehmen und sich auch konzentrieren sollte, denn in diesem Wälzer passieren  viele Dinge gleichzeitig. Aber da wie erwähnt, immer wieder etwas passiert, das die Handlung vorantreibt - wenn auch nur schleppend, wird dieses komplexe Buch, mit seinen interessanten Charakteren nie wirklich langweilig und Stephen King-Fans werden ihren Spaß hieran haben.

Verlag: Heyne / Seiten: 1.280 / Genre: Roman / Einband: Taschenbuch / Übersetzer: Wulf Bergner / Preis: 13,99 Euro (D) / ISBN: 978-3-453-43523-0 /

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